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Innovation

Pioniere im Rebberg und im Keller

Schon vor vierzig Jahren begannen wir, die Qualität unserer Trauben zu heben und gleichzeitig die Kosten in der Produktion zu senken.

Dafür haben wir eine rigorose Selektion der Nebbiolo-Klone betrieben. Das Ergebnis sind hohe Glyzerin- und Extraktwerte, reiche und harmonisch eingebettete Tannine sowie ein intensives Rot. In den mit den neuen, ausgewählten Reben bepflanzten Zeilen stehen 7500 Rebstöcke pro Hektare – mehr als früher, doch mit weniger Trauben pro Stock: bessere Qualität durch Ertragsbeschränkung.

Dank der Umstellung auf Querterrassen konnte mühselige Handarbeit vermehrt von Maschinen erledigt werden. Seilbahnen brachten Transporterleichterungen. Der Aufwand wurde drastisch gesenkt.

Die Trauben werden in Kellern verarbeitet, die auf dem neuesten Stand der Vinifikationstechnik gehalten sind. Viel Holz wurde durch Edelstahl ersetzt. Temperatursteuerung ist selbstverständlich. Im Reifekeller ist hingegen viel neues Holz in Form von 225- und 500-Liter-Eichenfässern zu sehen, in denen unsere Spitzenweine ausgebaut werden.

Mehr Infos über Klonselektion, Querterrassierung und vinologischen Neuerungen

Triacca hat sehr viel unternommen, um der Weinkultur im Valtellina neue Impulse zu geben. Das war nötig, weil in den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts im traditionellen vertikalen Anbausystem 1500 Stunden Handarbeit für eine Hektare aufgewendet werden mussten. Was die Trauben aus dem Valtellina zu den teuersten Italiens machte. Ein Überleben des Weinbaus in dieser traditionsreichen Region war so nicht möglich.

So setzten wir uns vor vierzig Jahren einige klare Ziele:

  • Qualitätsverbesserung der Weine durch eigene Klonselektion der Nebbiolo-Rebe.
  • Senkung der Produktionskosten durch Querbau und durch ein vertretbares Mass an Mechanisierung.
  • Entwicklung eines Erziehungssystems, das eine optimale Sonneneinstrahlung im Steilhang möglich macht.
  • Einführung moderner Kellertechnologien, die es erlauben, körperreiche, harmonische Weine zu erzeugen.
  • Alterung dafür geeigneter Weine in der Barrique.

Zur Klonselektion

Der Prozess dauerte Jahrzehnte. Wir begannen damit, 213 Rebstöcke genau zu beobachten, zu analysieren, auf ihre Stärken und Schwächen zu untersuchen. Mehr und mehr fielen aus den Traktanden. Am Schluss blieben ganze vier übrig: Das Beste vom Besten, was die Nebbiolorebe in diesem Umfeld zu bieten hat. Die auserwählten Vier schufen die Basis zur Vermehrung, um damit neue Anlagen zu bepflanzen. Heute sind 17 unserer 47 Hektaren Rebland mit ihnen bepflanzt. Und es geht weiter.

Merkmale der so gewonnenen Weine, die eine markante Wärme ausstrahlen: Überdurchschnittliche Glyzerin- und Extraktwerte. Reichlich Tannine der harmonischen Art. Intensives Rot.

Zur Querterrassierung

Der Querbau war eine revolutionäre Massnahme, die vor 25 Jahren bei den ansässigen, traditionsverhafteten Rebbauern auf wenig Gegenliebe stiess. Natürliche Folge des Querbaus ist die Möglichkeit der Mechanisierung beim Mähen, Mulchen, Düngen, Spritzen und bei den Transporten in den Gassen.

Seilbahnen sind ein weiteres, inzwischen unersetzliches Hilfsmittel, mit dem die Ernte schnell zur Talsohle gebracht und Hilfsmittel hinauf befördert werden können. Die Anzahl der Arbeitsstunden sank von einst 1500 auf heute noch 700. Aus der mühseligen Arbeit im Weinberg wurde eine attraktive Tätigkeit. Unser Rebbau-Team ist denn auch entsprechend jung und motiviert.

Zum Erziehungssystem

Die Rebberge an den Steilhängen geniessen viele Sonnentage und eine so intensive Einstrahlung wie die Mittelmeerinsel Pantelleria. Die klare Bergluft filtert kein Licht heraus. Zudem ist das Tal durch die Alpen vor kalten Nordwinden geschützt. Dadurch wird die höhenbedingte niedrige Jahres-Durchschnittstemparatur ausgeglichen. Diese natürlichen Vorteile werden auf den Terrassen durch das neue, einfache Erziehungssystem unterstützt. Eine drei Meter hohe Laubwand mit 15°-Neigung ist mit einem Sonnenkollektor vergleichbar, der das Licht für die Rebe nutzt und die Wärme speichert

Zur Kellertechnik

In neuen Weintanks werden die Tannine und Farbstoffe zum richtigen Zeitpunkt und bei optimaler Temperatur ausgelaugt. Die Traubenkerne mit ihren herben und darum unerwünschten Gerbstoffen werden entfernt, bevor sich Alkohol bildet. Im Most bleiben nur die süssen, edlen Tannine aus der Beerenhaut.

Zum Barriqueausbau

Der Herbst ist bei uns meistens schön, beständig und vor allem nebelfrei. Im Zusammenspiel mit dem Erziehungssystem macht das die Traubentrocknung am Rebstock möglich. Dafür werden die Ruten mit den reifen Trauben geschnitten und während 3-4 Wochen am Stock stehen gelassen. Während dieser Zeit schrumpfen die Beeren, der Saft konzentriert sich und zudem verleihen die grossen Temperaturschwankungen dem Wein später äusserst interessante Fruchtnoten.

Solche Trauben haben besonders viel Frucht und Extrakt. Und sind damit hervorragend für den Ausbau im kleinen Eichenfass geeignet. Die «Barricaia» hat ihren Platz in den kühlen, tiefen Kellern des ehemaligen Dominikanerklosters La Gatta. Dort reift unser nobelster und charaktervollster Wein, der Prestigio Triacca. Er verbindet Tradition und Innovation, Vergangenheit und Zukunft unseres Hauses.

Querterrassen

Die Terrassen an den Steilhängen haben Weinbau und Landschaftsbild zum Vorteil verändert.

Klonselektion

Qualitätssteigerung dank eigener Klonselektion.

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Die Umstellung auf Querterrassierung war eine revolutionäre Methode im Weinbau.